Detailinformationen
Nachlass Erich Maschke (1900-1982), Professor in Heidelberg Hauptstaatsarchiv Stuttgart Nachlass Erich Maschke (1900-1982), Professor in Heidelberg Signatur: J 40/10
Nachlass Erich Maschke (1900-1982), Professor in Heidelberg Hauptstaatsarchiv Stuttgart ; Nachlass Erich Maschke (1900-1982), Professor in Heidelberg
Signatur: J 40/10
1921-1982 [1921-1982]. - 167 Büschel. - Nachlass
: Der vorliegende Nachlaß wurde dem Hauptstaatsarchiv am 15. Novem-ber 1982 vom Sohn Erich Maschkes, Wolfram Maschke aus Ditzingen, übergeben. Die in sechs Kartons verpackten und beim Einpacken etwas durcheinandergeratenen Materialien zeigten bei näherer Prüfung einen unterschiedlichen Ordnungsstand. Die ältere Schicht des Nachlasses bis etwa 1957 war von Maschke geordnet und in Stehordner und Schnellheftstreifen verpackt worden. Die jüngeren Materialien waren nur sporadisch thematisch geordnet und auch nicht zu zusammenhängenden Einheiten komponiert: Prinzip war hier die rein chronologische Ablage (von Einzelblättern) der Korre-spondenz und anderer Unterlagen gemäß Eingang oder Bearbeitung. Ansätze zur sachthematischen Ablage bestanden nur in kleineren sachthematischen Gruppenbildungen. Grundlage für die Gesamtord-nung war die bei Nachlässen übliche Unterscheidung zwischen (1.) biographischem Material, (2. und 3.) aktenartigen Unterlagen aus der Tätigkeit des Nachlassers, (4.) Manuskripten von Vorträgen und Veröffentlichungen, (5.) Korrespondenz und (6.) Materialsamm-lungen. Die umfangreichen und schwierig erfassbaren jüngeren Unterlagen wurden nach Möglichkeit entsprechend der im älteren Material vorgefundenen Ordnung Maschkes zu Einheiten zusammenge-faßt. Nach diesem Vorbild ist die Korrespondenz in Korrespondenz mit Wissenschaftlern und Korrespondenz zu einzelnen Arbeiten (stark mit dem Charakter der Materialsammlung) unterschieden worden; die eigene Gruppe "Korrespondenz mit Archiven und Archi-varen" geht ebenfalls darauf zurück. Nicht praktikabel war dieses Verfahren bei den Manuskripten, die Maschke nach geschäftstechni-schem Prinzip, also nach Bearbeitungsstand oder weiteren Verwend-barkeit zugeordnet und zu Einheiten formiert hatte. Die Manu-skripte wurden entsprechend der Chronologie (nach Entstehungsda-tum, soweit ein Datierungsvermerk vorlag, sonst nach dem Datum der Veröffentlichung) umgeordnet.Unterlagen rein familiären und privaten Inhalts - soweit sie noch im Nachlaß vorgefunden wurden - sind entnommen und der Familie auf deren Wunsch hin zurückgegeben worden. Teile des Nachlasses Maschkes, vor allem die mit Betreff auf die Situation der deutschen Kriegsgefangenen im Zweiten Weltkrieg, hat Wolfram Maschke an das Militärarchiv in Freiburg übergeben. Es ist davon auszuge-hen, daß der Großteil der Maschke überreichten Sonderdrucke zu-sammen mit der Bibliothek veräußert wurde, im Nachlaß also nur ein geringer Bruchteil des ursprünglichen Materials vorliegt. Die im Nachlaß enthaltenen Unterlagen geben im wesentlichen Aus-kunft über die Zeit nach 1953, also nach der Kriegsgefangen-schaft. Der Nachlaß enthält nur weniges über das Leben Erich Maschkes. Die Vorlesungs- und Seminartätigkeit ist ebenfalls nur sporadisch dokumentiert. Der Bestand spiegelt hingegen gut die vielseitigen Verbindungen Maschkes zu Fachorganisationen und-gremien und zu seinen Kollegen wieder. Die Materialsammlungen sind - gemessen an der Themenvielfalt der Veröffentlichungen - als lückenhaft einzuschätzen. In der Hauptsache gehören hierzu die Karteien, die als wesentlichstes Arbeitsinstrument Maschkes einzuschätzen sind. Hierin sammelte er bibliographische Angaben, Exzerpte aus der Literatur und Quellenexzerpte. Die in den Kar-teien verwahrten Zettel sind häufig sachthematisch nach bestimm-ten Stichworten (in Umschlägen) gruppiert, innerhalb denen die Quellenbelege chronologisch geordnet sind. Häufig finden sich Bearbeitungsvermerke von Maschkes Hand auf den Umschlägen und Zetteln. An der Materialzusammenstellung haben Elsbeth Maschke und Jolande Rummer wesentlich mitgewirkt. Das umfangreiche Mate-rial zur Stadtgeschichte Speyers und zur Stadtgeschichte über-haupt steht im engen Bezug zur südwestdeutschen Landesgeschichte. Damit liegt der Quellenwert des Nachlasses, abgesehen von der Dokumentation des Lebens und Schaffens Erich Maschkes,hauptsäch-lich in der Dokumentation der südwestdeutschen Geschichtsfor-schung und in der Bereitstellu ng von Materialien zur Geschichte Südwestdeutschlands. Gemäß ÂŮ 6 (2) des Landesarchivgesetzes wurden einige Büschel (aus dem Bereich des "aktenmäßigen" Materials und aus der Korrespon-denz) bis zum Ablauf der 30 Jahresfrist nach Entstehung für die Benutzung gesperrt. Die als Grundlage für Veröffentlichungen dienende Materialsammlungen und die Korrespondenz zu einzelnen Arbeiten Erich Maschkes (die den Charakter einer Materialsammlung hat) unterliegen keiner Benutzungssperre.DE-611-BF-21159, http://kalliope-verbund.info/DE-611-BF-21159
Erfassung: 29. Juli 2007 ; Modifikation: 29. Juli 2007 ; Synchronisierungsdatum: 2025-09-19T12:12:32+01:00
