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Brief von Max Bruch an Ernst RudorffMusikwissenschaftliches Institut KölnMax-Bruch-ArchivSignatur: Br. Korr. 154, 600

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Brief von Max Bruch an Ernst RudorffMusikwissenschaftliches Institut Köln ; Max-Bruch-Archiv

Signatur: Br. Korr. 154, 600


Bruch, Max (1838-1920) [Verfasser],Rudorff, Ernst (1840-1916) [Adressat]

16.06.1907. - 4 Seiten, Deutsch. - Brief

Inhaltsangabe: Transkription: M. L. Noch einiges! 1) Wir wollten eigentlich irgendwo im Text auf L. C. Wolf’s gelehrte „Anlagen“ verweisen, und dieselben sollten zu den Acten kommen. Ich glaube aber, es ist besser, wenn wir gar nicht von diesem Anhang sprechen, sondern ihn ganz ruhig hier behalten; denn Wolfrum & Consorten könnten gerade aus Wolfs hist. Bemerkungen Wasser auf ihre Mühle leiten. Mündlich mehr. Sage mir nur ob Du damit einverst. Bist, dass ich an keiner Stelle des Verzeichnisses und de Berichts auf diesen „Anhang“ verweise! – 2) Es stellt sich leider immer mehr heraus, dass Herr Georg Schumann verschiedene Bach’sche Choräle sehr verhunzt hat. Wolf hat überall die originale Bezifferung beigefügt, und ich staune über Schumann’s Verständnisslosigkeit, Dummheit und Pietätlosigkeit. Ich habe nun Wolf auf Dienstag 18. Juni 1 Uhrzu mir in die H.Sch. bestellt und will mit ihm alles Fälle nochmals mit den Originalen genau vergleichen. Ich bin durchaus der Ansicht, dass man dann das Nöthige sagen soll, aber in gemässigten Ausdrücken. Mag er es übel nehmen oder nicht, mag er später in den Senat gewählt werden oder nicht – das ist mehr als alles gleich; die volle Wahrheit muss endlich einmal gesagt werden, und wer sonst soll sie sagen, als wir? Ich kann das erst Mittwoch Nachmittag aufschreiben; Donnerstag früh hast Du das Blatt z. Durchsicht und schickst es mir wohl gleich zurück. 3) Ich kann Dir nicht helfen, mein Alter, den Hegar S. 167 musst Du mir doch noch preisgeben; dafür habe ich ja den mit den Erzengeln so familiären v. Othegr. begnadigt. An derartige Kakophonieen ist man ja leider! in der Instrumentalmusik jetzt gewöhnt; im Gesang aber, wo sich jede schmutzige Harmonie – (ja sogar jede nicht ganz saubere, auch nur ungeschickte) rächt, geht das durchaus nicht; auch wenn der scheussliche Missklang, wie hier, sehr schnell vorübergeht. Ich formulire das Urtheil neu und sende es Dir morgen. – Dein getr. M. B.

Bemerkung: Max Bruch

Objekteigenschaften: Handschrift

Pfad: Max-Bruch-Archiv / Korrespondenz

DE-611-HS-4311715, http://kalliope-verbund.info/DE-611-HS-4311715

Erfassung: 8. Januar 2026 ; Modifikation: 8. Januar 2026 ; Synchronisierungsdatum: 2026-01-08T16:11:05+01:00